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Titelaufnahme

Titel
Die Tiroler Frage 1918/19 zwischen Waffenstillstand 1918 und Friedensvertrag von St. Germain 1919 unter spezieller Berücksichtigung der Erinnerungskultur von 1920 bis 2010
VerfasserLintner, Thomas Michael
Betreuer / BetreuerinWeber, Wolfgang
Erschienen2016
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2016
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeAugust 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Tiroler Frage / Nachkriegsordnung / Tirol / Südtirol / Friedensvertrag von Saint Germain / Erster Weltkrieg / Erinnerungskultur / Erinnerungskultur Tirol / Landesfestzüge in Innsbruck
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-6670 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Die Tiroler Frage 1918/19 zwischen Waffenstillstand 1918 und Friedensvertrag von St. Germain 1919 unter spezieller Berücksichtigung der Erinnerungskultur von 1920 bis 2010 [2.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages zwischen Österreich-Ungarn und dem italienischen Königreich wurde von Seiten der Bevölkerung und von Tiroler Politikern der Versuch unternommen, die Einheit des deutschsprachigen Teiles der ehemaligen gefürsteten Grafschaft Tirol, der sich von Kufstein bis zur Salurner Klause erstreckte, zu wahren. Dafür wurden mehrere staatsrechtliche Lösungen in Erwägung gezogen. Auf der einen Seite wurde eine Alpenrepublik aus Teilen Altösterreichs ebenso in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt wie auf der anderen Seite eine Monarchie in Tirol, ein Anschluss an Bayern sowie ein Freistaat von Kufstein bis Salurn. Bis dato nicht konsulierte Akten aus den britischen National Archives belegen, dass selbst auf der Friedenskonferenz in Paris über diese Möglichkeiten debattiert wurde. Dort stand sogar eine neutrale Alpenrepublik, die aus Liechtenstein, Vorarlberg und Tirol bestehen sollte, zur Diskussion.

Neben den Denkschriften, den Kundgebungen für die Einheit des so genannten Deutschtirols und den diplomatischen Aspekten der Pariser Konferenz hinsichtlich der Tiroler Frage untersucht diese Arbeit die Erinnerungskultur im Land Tirol von 1920 bis 2010, die durch Quellen aus dem Österreichischen Staatsarchiv belegt werden. Schließlich wird eine Kontrastierung mit dem Freistaat Bayern durchgeführt, um die Rahmenbedingungen einer Freistaatswerdung aufzuzeigen, da im selben Zeitraum, in dem in Tirol über den Freistaat debattiert wurde, in Bayern die staatsrechtliche Selbständigkeit ausgerufen worden war.

Zusammenfassung (Englisch)

After the signing of the armistice between Austria-Hungary and the Italian Kingdom, the population and politicians of the Tyrol tried to keep the unity of the German speaking part, the former borders of the princely county of Tyrol, which originally lasted from Kufstein to the Salurner Klause. Based on this attempt, several constitutional solutions were considered. On the one hand, an Alpine republic consisting of the parts of the former Austrian empire was proposed, while on the other hand a Tyrolean Monarchy, a connection to Bavaria or a Free State from Kufstein to Salurn were taken into consideration. Records the British National Archives show that even at the peace conference in Paris these possibilities were discussed. Moreover, a neutral Alpine country, which should consist of the counties of Liechtenstein, Vorarlberg and Tyrol was debated.

While memoranda, rallies for the unity of so-called German Tyrol and diplomatic aspects of the Paris Conference show the brisance of the „Tirolean question“, the commemorative culture in Tyrol from 1920 to 2010 is under investigation, which afterwards got confirmed by the latest findings from the Austrian State Archives. In addition, a comparison of the Free State of Bavaria and Tyrol is going to be examined, to reveal the conditions of a „Freistaatswerdung“ at the same period of time where Bavaria proclaimed their constitutional independence.