Titelaufnahme

Titel
Neuere Entwicklungen zum elektronisch überwachten Hausarrest : Ausschluss bestimmter Tätergruppen gerechtfertigt? / vorgelegt von: Lisa Hammerschmid
VerfasserHammerschmid, Lisa
Begutachter / BegutachterinSchwaighofer, Klaus ; Walzel v. Wiesentreu, Thomas
Betreuer / BetreuerinSchwaighofer, Klaus
Erschienen2014
Umfang161, LIII Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)elektronisch / überwachter / Hausarrest / Fußfessel / Reform / Resozialisierung / Gleichheit
Schlagwörter (EN)electronic / monitoring
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafvollzugsrecht / Elektronisch überwachter Hausarrest / Fußfessel
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der elektronisch überwachte Hausarrest, besser bekannt als "die Fußfessel", wurde am 01.09.2010 in Österreich als Vollzugsform für den Vollzug von Freiheitsstrafen (§§ 156b bis 156d StVG) und der Untersuchungshaft (§ 173a StPO) eingeführt. Insgesamt betrachtet hat sich die Einführung des elektronisch überwachten Hausarrestes in Österreich sehr bewährt. Nicht nur eine Kosteneinsparung, auch die geringe Widerrufsrate bestätigen den Erfolg des elektronisch überwachten Hausarrestes. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass der Vollzug der Freiheitsstrafe im elektronisch überwachten Hausarrest mit einer geringeren Wiederverurteilungsrate einhergeht. Zudem, und das ist freilich bedeutend, bleibt den Verurteilten eine entsozialisierende Haft erspart. Der elektronisch überwachte Hausarrest bietet nachweislich Chancen zur Resozialisierung, Verurteilte können einem Beruf nachgehen, in ihrem sozialen Umfeld und der Familie verbleiben und sich so ein künftiges Fortkommen nach der Haft sichern. Trotz eines erfolgreichen Verlaufes wurde der elektronisch überwachte Hausarrest mit 01.01.2013 derart reformiert, dass Sonderregelungen für Sexualstraftäter eingeführt wurden. Unter anderem können nun diese nicht mehr unmittelbar einen Antrag auf Vollzug der Freiheitsstrafe im elektronisch überwachten Hausarrest stellen. Im Rahmen dieser Dissertation wird geprüft, ob die Gesetzesänderung mit den verfassungsrechtlich gewährleisteten Grundrechten, insbesondere dem Gleichheitsrecht, in Einlang zu bringen ist und ob die Gesetzesänderung den Grundsätzen des Strafvollzuges nach § 20 StVG entspricht.