Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Migrationsstatus und Größe des Wohnorts auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit bei Volksschulkindern der 2. Schulstufe im Bundesländervergleich Tirol und Salzburg / eingereicht von: Maximilian Nussbaumer
VerfasserNussbaumer, Maximilian
Betreuer / BetreuerinRuedl, Gerhard
ErschienenInnsbruck, Mai 2016
Umfangiv, 112 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftLeopold-Franzens-Universität Innsbruck, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Datum der AbgabeMai 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Jährige / DMT 6-18 / Migrationshintergrund / Größe des Wohnorts / Bundeslandzugehörigkeit / sportmotorische Leistungsfähigkeit / Volksschulen
Schlagwörter (EN)primary schools / DMT / migration background / size of community / federal state / motor performance / sports capabilities
Schlagwörter (GND)Tirol / Land Salzburg / Kind <7-8 Jahre> / Migrationshintergrund / Wohnort / Motorische Fähigkeit / Sportliche Leistungsfähigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-4169 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Einfluss von Migrationsstatus und Größe des Wohnorts auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit bei Volksschulkindern der 2. Schulstufe im Bundesländervergleich Tirol und Salzburg [1.15 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung: Bei Kindern konnte über die vergangenen Jahrzehnte ein zunehmender Mangel an körperlicher Aktivität sowie eine Abnahme der sportmotorischen Leistungsfähigkeit verzeichnet werden. In einigen Studien konnte festgestellt werden, dass ein Migrationshintergrund, die Größe des Wohnorts sowie die Bundeslandzugehörigkeit die sportmotorische Leistungsfähigkeit der österreichischen Kinder beeinflusst.

Zielsetzung: Das Untersuchungsziel war herauszufinden, ob Unterschiede in der sportmotorischen Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit der potentiellen Einflussfaktoren Migrationshintergrund, Größe des Wohnorts und Bundeslandzugehörigkeit bei Volksschulkindern der 2. Schulstufe bestehen. Des Weiteren soll überprüft werden, inwieweit die sportmotorische Leistungsfähigkeit durch die Einflüsse dieser Prädiktoren vorausgesagt werden kann.

Methodik: 681 Schüler/innen der 2. Schulstufe aus Volksschulen in Salzburg und Tirol absolvierten den Deutschen Motorik-Test 6-18 (DMT 6-18) zur Erfassung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit. Die erzielten Testleistungen wurden auf das Alter und das Geschlecht der Probanden/innen relativiert. Zur Erfassung des Migrationshintergrundes wurde ein Fragebogen ausgefüllt. Die Wohnortgrößen wurden in die Kategorien ländliche Wohnregion (<5.000 Einwohner/innen), kleinstädtische Wohnregion (5.000 - 20.000 Einwohner/innen) und großstädtische Region (>100.000 Einwohner/innen) aufgeteilt. Die Bundeslandzugehörigkeit wurde durch den Schulstandort bestimmt.

Ergebnisse: Hinsichtlich der sportmotorischen Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit des Migrationshintergrundes konnte in den Testaufgaben ZBal, ZSHH, ZLS, ZSU, ZSW, ZL6Min und beim Z-Gesamtwert signifikant höhere Leistungen bei Kindern ohne Migrationshintergrund festgestellt werden. Im Hinblick auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit der Größe des Wohnorts wurden signifikante Unterschiede in den Testitems ZSp20m, ZBal, ZSHH, ZSW, ZL6Min sowie bei der Untersuchung des Z-Gesamtwertes nachgewiesen, wobei die Kinder aus ländlichen Wohnregionen hinsichtlich des Z-Gesamtwertes höhere Leistungen erbrachten als Kinder aus klein- bzw. großstädtischen Wohnregionen. In den Testaufgaben ZSp20m, ZBal, ZSHH und ZL6Min zeigten die Kinder aus ländlichen Regionen signifikant höhere Leistungen als Kinder aus Kleinstädten. Die Kinder aus Großstädten wiesen in den Testitems ZBal, ZSW und beim ZL6min signifikant niedrigere Leistungsniveaus auf als die Kinder vom Land. Die Bundeslandzugehörigkeit bewirkte signifikante Unterschiede in den Testaufgaben ZBal, ZSHH, ZLS, ZSU, ZSW sowie beim Z-Gesamtwert zugunsten der Tiroler Volksschüler/innen. Die multiple lineare Regressionsanalyse stellte einen signifikanten Einfluss der Variablen fest, welche jedoch nur eine geringe Anzahl der Fälle im Hinblick auf den Z-Gesamt- bzw. auf die Einzelwerte aufklären konnte. Es zeigte sich, dass Kinder ohne Migrationshintergrund aus ländlichen Wohnregionen Tirols eine höhere sportmotorische Leistungsfähigkeit aufweisen als Kinder mit Migrationshintergrund, die aus Klein- bzw. Großstädten sowie aus dem Bundesland Salzburg stammen.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass signifikante Unterschiede in der sportmotorischen Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit der Einflussgrößen Migrationsstatus, Größe des Wohnorts und Bundeslandzugehörigkeit bestehen. Die Einflussvariablen bewirken zwar einen signifikanten, jedoch geringen Einfluss auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Over the last decades, a decrease in motor performance and exercise frequency of children was detected. Several studies state that a migration background, the size of community and the citizenship of a federal state influence motor abilities of Austrian children.

Aim: The aim of this study was to evaluate if differences concerning motor performances in relation to the potentially influencing factors migration background, size of community and affiliation to a federal state in 2nd grade primary schoolchildren exist. An additional aim was to examine to which extent these predictors influence the motor performance.

Methods: A total number of 681 7-9-year-old primary schoolchildren in Salzburg and Tyrol were examined. The motor skills were assessed using the German motor performance test 6-18 (DMT 6-18). The achieved test performance scores were relativized according to age and gender. To assess the migration background, the children had to fill out a questionnaire. The different sizes of community were categorized into rural areas (<5.000 inhabitants), provincial areas (5.000 20.000 inhabitants) and metropolitan areas (>100.000 inhabitants). The affiliation to a federal state was decided according to the school site.

Results: The examination concerning differences in motor performances depending on migration status showed significant results for the exercises ZBal, ZSHH, ZLS, ZSU, ZSW, ZL6Min and for mean total z-scores in favor of children without migration background. Analyzing the motor abilities in dependence of the size of community, significant results were assessed in the exercises ZSp20m, ZBal, ZSHH, ZSW, ZL6Min and with regards to mean total z-scores. Children from rural areas achieved significantly higher results concerning mean total z-scores than children from provincial or metropolitan areas. The test items ZSp20m, ZBal, ZSHH and ZL6Min showed significantly higher results for children from rural areas in comparison to children from provincial areas. Children living in metropolitan areas reached achieved significantly lower results than children from rural areas in the test items ZBal, ZSW and ZL6min. The affiliation to a federal state displayed significant results for ZBal, ZSHH, ZLS, ZSU, ZSW and mean total z-scores in favor of Tyrolean primary school children. The multiple linear regression analysis showed significant influences of the variables on total motor performances, although only a small percentage of the variances could be explained by the models. The model indicates that Tyrolean children from rural areas without a migration background exhibit higher motor performance levels compared to children with a migration background, who come from provincial or metropolitan areas and originate from the federal state of Salzburg.

Conclusion: Results showed that there are significant differences in motor performance depending on migration background, size of community and citizenship to a federal state. Moreover, the variables caused a significant, but slight influence on sports capabilities.