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Titelaufnahme

Titel
Zwischen Sein und Werden : Rekonstruktion von Anerkennungspraktiken im schulischen Alltag von Schülerinnen und Schülern / eingereicht von MMag. phil. Cathrin Reisenauer & Mag. phil. Nadine Ulsess-Schurda
Weitere Titel
Between being and becoming ; students' perspectives on practices of recognition in school
VerfasserReisenauer, Cathrin ; Ulsess-Schurda, Nadine
Begutachter / BegutachterinnenSchratz, Michael ; Ribolits, Erich
Betreuer / BetreuerinnenSchratz, Michael
ErschienenInnsbruck, Juli 2016
Umfang467 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Dissertation, 2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Anerkennung / Subjektivierung / Adressierung / Judith Butler / Axel Honneth / qualitative Bildungsforschung / Schul- und Unterrichtsforschung / Grounded Theory
Schlagwörter (EN)recognition / Judith Butler / Axel Honneth / classroom practices / qualitative research / grounded theory methodoloy / recognition - Judith Butler - Axel Honneth - classroom practices - qualitative research - grounded theory methodoloy
Schlagwörter (GND)Schule / Pädagogische Handlung / Anerkennung
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-4764 Persistent Identifier (URN)
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Zwischen Sein und Werden [3.45 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Anerkennung ermöglicht eine Verbesserung des menschlichen Lebens und die Bildung eines positiven Selbstverhältnisses (Honneth 1992). Noch grundlegender sieht Butler (2003, 2005) Anerkennung als Medium, indem sich die Subjektwerdung erst vollzieht. Dabei ist „pädagogisches Handeln grundsätzlich mit Fragen und Problemen der Anerkennung verbunden“ (Balzer & Ricken 2010, 35). So wird Anerkennung in der vorliegenden Forschungsarbeit als pädagogischem Handeln inkorporiertes Adressierungsgeschehen verstanden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es ein wechselseitiges, triadisches Geschehen darstellt, dem ein identitätsstiftender und transformierender Charakter innewohnt. In einer qualitativen empirischen Studie wird mit einem Datensatz bestehend aus 150 von Schülerinnen und Schülern im Alter von 10 bis 18 Jahren verfassten Erinnerungs-szenen gearbeitet. Die Daten werden dabei mit zwei unterschiedlichen theoretischen Zugängen, einerseits den sozialphilosophischen Ausführungen Axel Honneths und andererseits den diskurstheoretischen Überlegungen Judith Butlers, betrachtet und analysiert. Es wird den Fragen nachgegangen, welche Anerkennungspraktiken in rekonstruierten Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern sichtbar werden sowie welche Anlässe, Abläufe und Wirkungsweisen sie haben. Die Datenauswertung erfolgt nach der Vorgehensweise der Grounded Theory (Strauss 1994) und wird durch die Arbeit mit Situationsmaps (Clarke 2012) ergänzt. Dadurch konnten sechs unterschiedliche Anerkennungspraktiken identifiziert und beschrieben werden. Diesen Anerkennungspraktiken wird eine mehrdimensionale Betrachtung zugrunde gelegt und wirkmächtige Elemente der Praxisform der Anerkennung werden analysiert, die Elemente zeigen sich dabei als fünf Modalitäten. Insgesamt plädieren die Ergebnisse dieser Studie für einen reflexiven Zugang zu pädagogischem Handeln.

Zusammenfassung (Englisch)

Most theories of recognition state that in order to develop an own identity human beings fundamentally depend on the experience of recognition (Honneth 1992; Butler 2003, 2005) and that recognition is a precondition of the development of autonomy. Recognition therefore helps persons to build successful relationships to their selves. On the contrary for those persons who are addressed by other subjects or the societal norms and values in a negative way it will be harder to embrace themselves and everything they do as valuable. This study considers recognition as a human need and proposes the theory that recognition is an act of addressing. For children and adolescents recognition is even more important, because they are in a state of being and becoming. School therefore is an important institution and a place for different recognition practices. However, little is known about how teachers address their students. Based on over 150 texts written by 10- to 18-year-old students about memorable experiences, this thesis deals with the questions which practices of recognition appear, when they appear, how they are taking place and what effect they have on students. The methods used to analyse the data are based on grounded theory methodology (Strauss 1998) and are combined with situational analysis (Clarke 2012). With this study six different recognition practices were identified, additionally five influential modalities on these practices could be described. Overall the study accounts for a reflective approach on classroom practices.

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