Titelaufnahme

Titel
Speaking in two voices : eine empirische Studie zur Rezeption mehrsprachiger Gedichte im Fremdsprachenunterricht / Maria Magdalena Mayr
VerfasserMayr, Maria Magdalena
Begutachter / BegutachterinHinger, Barbara ; Mertz-Baumgartner, Birgit
Betreuer / BetreuerinHinger, Barbara ; Delanoy, Werner
Erschienen2014
Umfang319 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeMai 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Mehrsprachigkeit / Mehrsprachigkeitsdidaktik / Literaturdidaktik / Fremdsprachenunterricht
Schlagwörter (EN)Multilingualism / Multilingual teaching / Teaching literature in the language classroom / Language teaching
Schlagwörter (GND)Englischunterricht / Spanischunterricht / Lyrik / Fremdsprachenlernen
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Umsetzung eines auf Mehrsprachigkeit ausgerichteten Sprachenunterrichts ist zu einem viel beforschten Bereich der Fremdsprachendidaktik geworden. Dabei kann die Verwendung von mehrsprachigen literarischen Texten Mehrsprachigkeit auf mehrdimensionale Weise in den Sprachenunterricht integrieren. Ideen zur Behandlung von mehrsprachigen Texten im Unterricht liegen bereits vor, Studien zur Rezeption mehrsprachiger literarischer Texte durch Lernende fehlen bislang jedoch. Die vorliegende Arbeit setzt an diesem Punkt an. Nach einem Überblick über aktuelle mehrsprachigkeitsdidaktische Ansätze im Sprachenunterricht sowie einer Einführung in für die Studie relevante Aspekte der Literaturdidaktik folgt die Präsentation einer empirischen Studie, die in zwei Spanischlerngruppen im österreichischen Schulkontext durchgeführt wurde. In einer Serie von Unterrichtseinheiten wurden dabei zweisprachige (englisch-spanische) Gedichte aus der Latino/a-Literatur mithilfe mehrsprachiger Unterrichtsverfahren bearbeitet. Zentrale Forschungsfragen der Studie sind folgende: Was geht in den Lernenden bei der Konfrontation mit mehrsprachigen Texten und Lernaktivitäten vor sich? (Inwiefern) Reagieren Lernende mit mehrsprachigem/mehrkulturellem Hintergrund anders auf die bearbeiteten Texte als Lerner/innen, die mit nur einer Sprache bzw. Kultur sozialisiert wurden? Die im qualitativen Forschungsparadigma verortete Studie trianguliert verschiedene Datensätze (Texte der Schüler/innen, stimulated recalls, Einzelinterviews, Videoaufnahmen) und versucht damit, einen mehrperspektivischen Einblick in die Denkprozesse der Teilnehmer/innen bei der Auseinandersetzung mit mehrsprachigen Texten zu geben. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Unterschiede in der Rezeption nicht zwingend auf die Sprach- und Kultursituation der Schüler/innen zurückzuführen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

Implementing multilingualism in the language classroom has become a central issue in current language teaching research. In this context, the use of multilingual literary texts can provide a polydimensional way to introduce multilingualism into the language classroom. Although occasional ideas on how to use such texts in class have been presented, so far the learners perspective has been neglected. This is where the study at hand tries to fill in. After a brief discussion of relevant aspects of multilingual language teaching as well as teaching literature in the language classroom an empirical study carried out in two groups of Spanish language learners in the Austrian school context is presented. In a series of teaching units, bilingual (English-Spanish) poems written by Latino/a authors were worked with by means of multilingual teaching activities. Central research questions of the study are as follows: What do learners experience when dealing with literary texts that incorporate more than one language? Are there any differences in perception between bilingually and monolingually raised learners? The study is located in the qualitative research paradigm and triangulates data from various datasets. It tries to provide polydimensional insights into students thought processes while they are working with multilingual texts. The results of the study suggest that differences in perception cannot be traced back exclusively to the learners linguistic and cultural background.