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Titelaufnahme

Titel
Geschichtskultur nach Auschwitz : die Gegenwärtigkeit der Vergangenheit in Deutschland, Österreich und Italien nach 1945 und ihre Auswirkung auf die Erinnerungskultur ; ein transnationaler Vergleich samt regionalgeschichtlichem Fallbeispiel und didaktischer Aufbereitung
VerfasserIllmer, Friedrich
GutachterSchreiber, Horst
Erschienen2014
Umfang199 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Datum der AbgabeApril 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Geschichtskultur / Erinnerungskultur / Identität / Nationalismus / Geschichte und Gedächtnis / Geschichtsschreibung nach 1945 / Historisierung / Geschichtsmythos / Südtirol nach 1945 / Vergangenheitsbewältigung / Gegenwärtigkeit der Vergangenheit
Schlagwörter (GND)Deutschland / Österreich / Italien / Geschichtsbewusstsein / Geschichtsschreibung / Geschichte 1945- / Deutschland / Österreich / Italien / Kollektives Gedächtnis / Vergangenheitsbewältigung / Geschichte 1945- / Südtirol / Geschichtsbewusstsein / Vergangenheitsbewältigung / Geschichte 1945-
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-254 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Geschichtskultur nach Auschwitz [3.47 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Historisierung der Vergangenheit war in Deutschland, Österreich und Italien nach 1945 ein schwieriger Prozess, da die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, das eigene erlittene Leid und die zahlreich begangenen menschlichen Untaten durchaus traumatisch waren. Die Vergangenheit wurde daher vielfach zu verfälschen, verdrängen und schließlich zu vergessen versucht. Dies förderte zahlreiche geschichtliche Mythen zutage, die zwar nicht die Realität abbildeten, doch diese erfolgreich verdrängten und durch neue "Realitäten" ersetzten, in denen es sich weitaus besser weiterleben ließ. Die Beschäftigung mit der Geschichtskultur nach 1945 zeigt sehr deutlich, dass die Konstruktion von Geschichtsbildern konstitutiv durch das unbewusste Handeln einer Vielzahl von Akteur/innen und ihren menschlich-immanenten Reflexen beeinflusst ist. Eine Erinnerungskultur ist ein zivilgesellschaftlicher und immer wieder auch ein politischer Aushandlungsprozess um die eigene nationale Geschichte, welche auf die Gegenwart und Zukunft ausgerichtet ist. Historiker/innen nehmen dabei, obgleich sie Expert/innen auf ihrem Gebiet sind, keine höhere Einflussnahme auf die Geschichtskultur. Vielmehr sind auch sie ein weiterer "Mitstreiter" im Kampf um die Erinnerung.