Titelaufnahme

Titel
Neue Ansätze zur Nutzung prosozialer Medieneffekte : ein kritischer Beitrag zur Medienforschung / von Dirk Mügge
VerfasserMügge, Dirk
Begutachter / BegutachterinGreitemeyer, Tobias ; Glaser, Jürgen
Betreuer / BetreuerinGreitemeyer, Tobias ; Leidlmair, Karl
Erschienen2014
Umfang170 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeApril 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Prosoziale Medieneffekte / Prosoziale Interventionen / Methodenkritik / Priming / Online-Experiment
Schlagwörter (GND)Massenmedien / Wirkung / Prosoziales Verhalten / Medien / Wirkung / Prosoziales Verhalten
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Wirkung von prosozialen und antisozialen Medien auf pro- und antisoziale Kognitionen, Affekte und Verhaltensweisen gelten als gut belegt. Aufgrund der mutmaßlichen, negativen Auswirkungen auf gesellschaftlicher Ebene wurde die Effektivität von vier potentiellen Interventionsmaßnahmen getestet, die diesen negativen Effekten entgegenwirken könnten. Die Schlussfolgerungen der vorliegenden Arbeit basieren auf 4 Experimenten mit insgesamt 4257 Versuchspersonen aus drei Ländern (Deutschland, Österreich, USA). In den vier Experimenten wurde die Wirkung einer prosozialen Filmsequenz, von pro- und antisozialen Wort-Primes, von positiven Kurzgeschichten und von Textzusammenfassungen über den wissenschaftlichen Forschungsstand zur Wirkung von pro- und antisozialen Medieneffekten getestet. Es zeigten sich weitestgehend Nulleffekte aller pro- und antisozialen Medien. Weder die prosoziale Filmsequenz noch die pro- und antisozialen Wort-Primes, die positiven Kurzgeschichten und wissenschaftlich formulierten Botschaften führten zu einheitlichen, positiven Effekten auf pro- und antisoziale Assoziationen, Empathie, Hilfeverhalten und Bestrafungsverhalten. Obgleich für die Interventionen selbst keine bedeutsamen bzw. einheitlichen Effekte bestätigt wurden, zeigten fast alle Plausibilitätsprüfungen die erwartungsgemäßen Effekte.Die Ergebnisse widersprechen somit den Erklärungsmodellen zur Wirkung von pro- und antisozialen Medien. Die in den vorliegenden Experimenten induzierten pro- und antisozialen Medieneigenschaften bzw. -botschaften lösten die mutmaßlichen Effekte nicht zuverlässig aus. Wenn überhaupt, dann waren sie im Verhältnis zu anderen Einflussfaktoren, wie z.B. dem Geschlecht der KonsumentInnen und deren Neigung zu Aggressivität, vernachlässigbar.