Titelaufnahme

Titel
Carbon Capture and Storage (CCS) im Völker- und Europarecht sowie die Umsetzung ins nationale Recht (Deutschland und Österreich) / Lea Herrmann-Reichold
VerfasserHerrmann-Reichold, Lea
Begutachter / BegutachterinProf. Dr. Schroeder, Werner ; Prof. Dr. Obwexer, Walter
Betreuer / BetreuerinProf. Dr. Schroeder, Werner
Erschienen2014
Umfang186 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeMärz 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Carbon Capture and Storage / CCS / Richtlinie 2009/31/EG / Umweltrecht / Völkerrecht / Europarecht / Klimawandel
Schlagwörter (EN)Public International Law / European Union law / Climate Change / Environmental law / Directive 2009/31/EC / CCS / Carbon Capture and Storage
Schlagwörter (GND)Deutschland / Österreich / Europäische Union <Richtlinie über die geologische Speicherung von Kohlendioxid> : Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen <1992 Mai 9, Kyoto-Protokoll, 1997 Dezember 11> / Klimaänderung / Klimaschutz / Transformation
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist eine der Hauptursachen der Klimaerwärmung. Eine Reduktion des weltweiten CO2-Ausstoßes ist in naher Zukunft nicht absehbar. Eine Möglichkeit CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen, ist die dauerhafte Speicherung in geeigneten Lagerstätten unter der Erde (sog. Carbon Capture and Storage). Sowohl die technische Realisierung als auch die rechtliche Umsetzung bereitet noch einige Schwierigkeiten. Die Dissertation erläutert zunächst den Zusammenhang zwischen Klimawandel und CO2-Ausstoß sowie die technischen Aspekte der dauerhaften Speicherung. Des Weiteren werden die rechtlichen Fragen bezüglich Carbon Capture and Storage (CCS) behandelt. Dabei wird insbesondere die völkerrechtliche Rechtslage (territoriale Souveränität, völkerrechtlicher Schutz der Meere, völkerrechtlicher Klimaschutz) und die europarechtliche Situation (europarechtlicher Klimaschutz, Primärrechtliche Vorgaben, völkerrechtliche Bindung, Erlass der Richtlinie 2009/31/EG) dargestellt und die Umsetzung der Richtlinie 2009/31/EG ins nationale Recht von Deutschland und Österreich geprüft. Dabei zeigt sich das das Völkerrecht CCS im eigenen Territorium erlaubt. Im übrigen enthält das Völkerrecht weder eindeutige Verbots- oder Gebotsnormen. Ein vollständiges Verbot würde dem Geist des Kyoto-Protokolls zuwiderlaufen. Die Richtlinie 2009/31/EG ist Teil des europäischen Klimaschutzpakets und hat die Einhaltung der vereinbarten CO2-Reduktion zum Ziel. Die Mitgliedsstaaten haben einen weiten Entscheidungsspielraum, der allerdings eingeschränkt wird, wenn nur noch das Ergreifen aller im UNFCCC und Kyoto Protokoll genannten Maßnahmen zu der vereinbarten Reduktion führen. Inhaltlich werden durch die Richtlinie 2009/31/EG die verschiedenen Phasen von CCS-Projekten geregelt.

Zusammenfassung (Englisch)

Carbon dioxide (CO2) emissions are one of the main causes of climate warming. A reduction of global CO2 emissions is not forseeable in the near future. One option to reduce CO2 in the atmosphere is the long-term storage in suitable formations under ground (so called Carbon Capture and Storage). However, technical feasibility as well as legal Regulation pose still difficulties. The Dissertation explains the Nexus between CO2 and climate change as well as the functioning of Long-term storage. Further, the legal questions concerning CCS are treated. The Focus is on public international law questions (territorial sovereignty, international legal protection of the sea, international climate protection) and European Union law (climate protection law, Primary legal requirements, bindings to public international law, adoption of Directive 2009/31/EC) including the Transposition of Directive 2009/31/EC into national law in Austria and Germany. The analyses demonstrates that public international law does not prohibit CCS within the territorial boundaries of a State. In general, public international law does neither contain a categorical prohibition nor obligation to use CCS. A complete prohibition would contradict the Spirit of the Kyoto protocol. Directive 2009/31/EC is part of the EU climate protection package and aims at ensuring CO2 reduction. Member States enjoy a wide discretion when implementing the directive. This discretion is, however, reduced when only a combination of all measures mentioned in the Kyoto Protocol may ensure the envisaged reduction. Substantively, the directive governs the different phases of CCS Projects.