Titelaufnahme

Titel
Probleme des befristeten Arbeitsverhältnisses in der Rechtsprechung des EuGH unter Berücksichtigung von europäischen, nationalen und rechtsvergleichenden Aspekten / vorgelegt von Simone-Andrea Wax
VerfasserWax, Simone-Andrea
GutachterEgger, Johann ; Markl, Christian
Erschienen2014
Umfang239 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Arbeitsrecht / Europarecht / Befristete Arbeitsverhältnisse / Rechtsvergleichung
Schlagwörter (EN)Employment law / Fixed-term work contracts / European Law Comparative Law
Schlagwörter (GND)Österreich / Deutschland / Europäische Union <Richtlinie zu der von UNICE, CEEP und EGB geschlossenen Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge> / Rechtsvergleich
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Zusammenfassung (Deutsch)

Befristete Arbeitsverhältnisse sind Arbeitsverhältnisse, die zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer auf bestimmte Zeit abgeschlossen werden. Eine Befristung kann in bestimmten Branchen, etwa bei Saisonbetrieben oder für die Vertretung von in Karenz befindlichen Arbeitnehmern, durchaus sinnvoll und für beide Seiten vorteilhaft sein. Das entscheidende Merkmal von solchen Arbeitsverhältnissen ist das automatische Ende mit dem Ablauf der im Vorhinein vereinbarten Vertragsdauer, ohne dass eine der Vertragsparteien eine Auflösungserklärung abgeben muss. Befristete Arbeitsverhältnisse sind vor dem Hintergrund des Arbeitnehmerschutzgedankens bedenklich. Der Arbeitnehmer verliert bei befristeten Arbeitsverhältnissen infolge deren automatischen Endes durch Zeitablauf seinen Kündigungsschutz. Es besteht die immanente Gefahr, dass zwingende Schutzbestimmungen, die zu Gunsten der Arbeitnehmer etabliert sind, umgangen werden und der Arbeitgeber seine wirtschaftliche Überlegenheit voll „ausspielt“. Um diese Umgehungen hintanzuhalten, erließ die Europäische Union die Befristungsrichtlinie (RL 1999/70/EG). Diese beinhaltet allgemeine Grundsätze und Mindestvorschriften für befristete Arbeitsverträge. Befristungen sind generell nur dann zulässig, wenn sie durch sachliche Gründe gerechtfertigt werden können. Im deutschen Arbeitsrecht regelt das Teilzeit- und Befristungsgesetz befristete Arbeitsverhältnisse. Dieses Gesetz hat unter anderem zum Ziel, die Voraussetzungen für die Zulässigkeit befristeter Arbeitsverhältnisse festzulegen und setzt die EG-Richtlinie über befristete Arbeitsverhältnisse in nationales Recht um. In Österreich gibt es ein solches Gesetz derzeit nicht; zahlreiche Diskussionen auf politischer Ebene sind über die Einführung eines solchen im Gange.

Zusammenfassung (Englisch)

Fixed-term work contracts are employment contracts, which are concluded between the employer and the employee for a certain time. Such a fixed-term work contract can be useful and advantageous for both sides, especially in certain lines as for example seasonal works or for the proxy of employees in maternity leave. The decisive attribute of such employment contracts is that they end automatically with the predefined term of contract without the need of any cancellation statement of one of the contract parties. Fixed-term work contracts are precarious against the background of the protection for employees. Therefore the employee loses his protection against dismissal because of the automatic end by time lapse. There is an immanent risk that compulsive protection provisions which are established in favor of the employees get bypassed und the employer totally capitalizes his strength of the economic predominance. To keep this bypassing in check, the European Union legislated the directive of the fixed-term work (RL 1999/70/EG). It comprises the general elementary laws and minimum prescriptions for those fixed-term work contracts. In general, the fixed-term work contracts are thus only legal if they can be justified by objective reasons. The german employment law has created the “law on part-time working and fixed-term contracts amending and repealing provisions of employment law”. This law aims to define the conditions for the legitimacy of fixed-term work and transposes the directive of the European Union into national law. Such a law does not exist in Austria currently; numerous discussions about the implementation of such a law on the political platform are in progress