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Titelaufnahme

Titel
Gewalt in Fußballstadien / Mag.iur. Mag.iur.rer.oec. Linus Mähr
Weitere Titel
Violence in soccer stadiums
VerfasserMähr, Linus
Begutachter / BegutachterinScheil, Andreas
GutachterScheil, Andreas
ErschienenInnsbruck, 2016
UmfangXVII, 202, X Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Dissertation, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfassers
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Fußball / Gewalt / Hooligans / Raufhandel / Landfriedensbruch / Strafbare Handlungen / öffentlicher Friede
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafrecht / Sportveranstaltung / Fußball / Gewalt / Kriminalpolitik
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-4860 Persistent Identifier (URN)
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Gewalt in Fußballstadien [3.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

„Hilflosigkeit gegenüber gewaltbereiten Fußballfans“ oder „Match von Gewalt überschattet“ sind keine seltenen Schlagzeilen von Zeitschriften. Die Zuschauergewalt in Fußballstadien konnte in den letzten Jahren nicht befriedigend bekämpft werden. Die Suche nach lösungsorientierten Ansätzen gestaltet sich schwierig.

Gesetzliche Regelungen können ein effektiveres behördliches Vorgehen ermöglichen. Allerdings muss auf sämtliche Rechtsgebiete Bedacht genommen werden, um ein funktionsfähiges Gesamtpaket schnüren zu können. Dabei wäre es falsch, das Problem ausschließlich mit gesetzlichen Bestimmungen lösen zu wollen. Vielmehr muss Klarheit darüber herrschen, dass der Gesetzgeber allein nur bedingt auf die massiven Probleme reagieren kann. Es sind auch die Vereine, die ÖFBL als auch der ÖFB in die Pflicht zu nehmen, um den Stadionfrieden zu gewährleisten.

Einleitend wird auf Grundlage statistischen Materials dargestellt, wie sich die kriminalpolitische Situation in den letzten Jahren entwickelt hat und worauf aus sicherheitstechnischer Sicht bei der Austragung von Fußballspielen primär geachtet werden muss. Im Hauptteil wird einerseits auf die speziellen Probleme des Strafrechts, andererseits auf die Handlungsbefugnisse der Sicherheitsbehörden bzw deren Organe näher eingegangen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf jene Bestimmungen gelegt, die speziell für die Austragung von Sportgroßveranstaltungen konzipiert wurden. Wie bereits eingangs geschildert, werden in weiterer Folge die spezifischen Regelungen der ÖFBL und des ÖFB näher dargestellt. Abschließend befasst sich die Arbeit mit Vorschlägen, die zur Verbesserung der Stadionsicherheit beitragen könnten. Diesbezüglich werden konkrete Vorschläge unterbreitet, wie auf Ebene der Gesetzgebung ein faireres - aber ebenso effektiveres Gesamtsystem an Rechtsvorschriften gestaltet werden könnte.

Es ist nicht überraschend, dass bei der Austragung von Fußballspielen die meisten Gewaltdelikte aller Sportveranstaltungen verübt werden. Mit einem prozentualen Anteil von 88 % gegenüber 12 % bei sonstigen Sportveranstaltungen in der Saison 2012/13 liegt das sicherheitspolizeiliche Augenmerk iZm Sportveranstaltungen auf der Austragung von Fußballspielen. In der Saison 2012/13 fanden insgesamt 1621 Sportveranstaltungen statt. Von insgesamt 238 Gewaltdelikten bei Sportveranstaltungen wurden 209 bei Fußballspielen begangen.