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Titelaufnahme

Titel
Das verschuldete Selbst. Narrativer Umgang mit Privatinsolvenz
VerfasserMeyer, Silke
ErschienenFrankfurt, New York : Campus Verlag Frankfurt, New York, 2017
Umfang447 S.
SpracheDeutsch
SerieArbeit und Alltag ; 12
DokumenttypBuch
URNurn:nbn:at:at-ubi:3-4729 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Das verschuldete Selbst. Narrativer Umgang mit Privatinsolvenz [1.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit dem 1. 1. 1999 ist in Deutschland die Restschuldbefreiung von privaten Schulden gesetzlich möglich. Die Insolvenzordnung sieht hierfür ein pädagogisches Programm vor, mit dem sich die Überschuldeten als "redlich" (InsO §1) und somit der finanziellen Schuldbefreiung würdig erweisen. Was aber macht Redlichkeit im Kontext von Verschuldung aus? Die geforderten Haltungen zeigen eine neoliberale Prägung: Selbstaktivierung, Selbstauskunft, Eigenverantwortlichkeit. Anhand von narrationsanalytisch ausgewerteten Interviews mit Verschuldeten zeigt die Autorin, wie diese Anforderungen und damit die Schuld an den Schulden internalisiert werden. Mit der Untersuchung des Erzählens als diskursiv anschlussfähiger Akt der Selbstkonstitution leistet das Buch nicht zuletzt einen methodologischen Beitrag zur empirischen Subjektivierungsforschung.

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