5chneeschuhfahrten im Gebiete cler
Kalkkögel unü ihrer Nachbarberge.
Von Dr. S. Hohenleitner.
enn auch die
schroffen
Fels-Argen
Üvgebirgs-
sockel, auf dem jene sich erheben, reichlich Gelegenheit zu prächtigen Fahr-
ren, die durch den Anblick der verschneiten Felszinnen besonderen Reiz
erhalten. Die folgende kurze Zusammenstellung der wichtigsten Schituren
soll den Schiläufer vor allem über die Möglichkeiten, die sich ihm bieten,
aufklären, ihn aber auch in großen Zügen über die Anstiegslinien unter¬
richten. In Einzelheiten wurde dabei nicht eingegangen: es muß dem
kundigen Blick des erfahrenen Schibergsteigers überlassen bleiben, die Spur
im Einzelnen dem Gelände anzupassen. Strecken, die als besonders lawinen¬
gefährlich hervorgehoben sind, sollte der Unerfahrene, der nicht über die
nötige Sicherheit bei Beurteilung der Schneeverhältnisse verfügt, gänzlich
meiden; .aber auch als sicher bezeichnete Anstiege können unter Umständen
und bei oft nur geringfügigem Abweichen von dem richtigem Wege ge¬
fährlich werden. Die Zeitangaben setzen mittlere Schneebeschafsenheit,
einigermaßen geübte Schiläufer und Ausrüstung mit Seehundsfellen und
Doppelstock voraus. Je nach Aenderungen des einen oder des anderen
dieser Umstände werden sich größere oder kleinere Schwankungen ergeben.
Die Abfahrtszeiten wurden nicht angegeben, weil sie von allzu vielen
unberechenbaren Voraussetzungen abhängig sind.
*
Im Zenclerstal.
1. Von Ke mat^n z ur P. H. 4 St. Winterbezeichnung. Dev Weg zur
P. H. bietet keine Schwierigkeiten und ist nur bei außergewöhnlich schlech¬
ten Verhältnissen von allenfalls an den Talhängen abgehenden Lawinen
bedroht. Man verfolgt von Kematen den gewöhnlichen Tailweg (s.S. 30 ff.),
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